w(h)at is… einfach

PopBoard NRW – und jetzt alle!


Es ist eine Allianz, die vom Proberaum bis zur Mainstage reicht: Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands hat mit dem PopBoard NRW eine Interessensvertretung der Popmusik bekommen und zwar aus der Szene selbst!

Krisen schweißen zusammen, aber das PopBoard NRW ist mehr als nur „aus der Not geboren“ – es ist ein Paradigmenwechsel. Früher war im Pop die Abgrenzung, das Subgenre, die Gegenbewegung und die Individualisierung wichtig. Doch wenn Gentrifizierung Clubs bedroht, wenn Musiker:innen im Streaming-Topf kein Geld mehr finden und wenn Corona auch noch die Konzerte absagt, wird allen im Pop ultimativ klar, dass es nur gemeinsam weitergeht.

Und genau das ist passiert: Der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen e.V., die cologne on pop GmbH, der Förderverein Musikwirtschaft (i.Gr.) des Verbands unabhängiger Musikunternehmen e.V. (Regional Gruppe West), die KLUBKOMM – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V., die LAG Soziokultur, die LAG Musik, musicNRWwomen* e.V., der Verband freier Musikschaffender Pro Musik e.V. und die LiveInitiative NRW e.V. (LINA) haben das PopBoard NRW als Gesellschafter:innen gegründet. Weiter Initiativen, Einzelpersonen, Vereine, Festivals und Institute werden im Beirat hinzugezogen.

Das PopBoard NRW ist eine Vertretung, die von den Graswurzeln bis zu den Profis, vom urbanen Raum aufs Land reicht. Dem Gründungsprozess sind Konferenzen am 24. September 2020 und am 11. Februar 2021 vorausgegangen, bei denen sich die Akteur:innen der Poplandschaft in NRW beraten und für die Gründung ausgesprochen und die Landespolitik darüber informiert haben. Der darauffolgende Weg bis zum Notartermin war intensiv und nicht immer einfach, aber letztlich einte alle das gemeinsame Ziel.

Das PopBoard NRW will Sprachrohr und Ansprechpartner für den Pop in NRW sein und das in beide Richtungen – zur Szene wie zu Politik und Verwaltung. Es will vermitteln und erklären, um Verständnis werben und Lösungen finden. Es will Vorgänge beschleunigen, Hilfen auf den Weg bringen, Strukturen erhalten und ausbauen und NRW damit zu einem besseren Standort für den Pop machen. Pop muss im Bewusstsein von Politik und Behörden stärker verankert werden, um international wettbewerbsfähiger zu sein.

NRW ist die Heimat von Kraftwerk und Nena, von den Toten Hosen und AnnenMayKantereit. Rund 2.700 Musikunternehmen sind hier angesiedelt, das sind 17,9 Prozent aller Betriebe Deutschlands. Sie beschäftigten vor Corona (2018) mehr als 13.400 Erwerbstätige (19,3% der bundesweit Beschäftigten) und erwirtschafteten einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro im Jahr (14,1% des bundesweiten Umsatzes). Pop hat sowohl eine kulturelle als auch eine wirtschaftliche Dimension.

Das PopBoard NRW soll alle Dimensionen und sämtliche Perspektiven von Pop in sich sammeln, bündeln und dabei den Freiraum für alle erhalten. Das PopBoard spricht mit EINER Stimme, um die VIELFALT der Stimmen zu bewahren – dafür braucht es Diplomatie und mit der Gründung des PopBoard NRW ist Pop in das Botschaftsgebäude eingezogen.